Erbium Laser

Erbium Laser

Allgemeines

Erbium Laser

Mittels des Erbium Lasers ist es möglich Gewebe oberflächlich abzutragen ohne thermische Schäden (Verbrennungen) zu erzeugen. Der Laser entfaltet hierbei seine Energie in der oberen Hautschicht (Epidermis) und führt zur oberflächlichen Verdampfung von Gewebe. Hierdurch lassen sich unerwünschte Hautveränderungen Schicht für Schicht abtragen. Da die Laserbehandlung etwas schmerzhaft ist wird vor der Behandlung eine Betäubungscreme auf die Haut aufgetragen oder alternativ ein örtliches Betäubungsmittel gespritzt. Nach der Behandlung ist eine Schürfwunde zu sehen, die innerhalb einer Woche verheilt. Da durch den Laser kein thermischer Gewebeschaden angerichtet wird verläuft die Wundheilung meist narbenfrei und das kosmetische Ergebnis ist hervorragend.

Wichtig: Die Entfernung von Hautveränderungen aller Art mittels des Lasers darf nur nach genauer Bestimmung der "Art der Hautveränderung" (z. B. Alterswarze oder Basalzellpapilliom) erfolgen, da eine Untersuchung des abgetragenen Gewebes durch den Pathologen nicht möglich ist. Falls Zweifel an der genauen Diagnose der vorliegenden Hautveränderung bestehen muss entweder vor der Lasertherapie eine Gewebeprobe erfolgen oder die Hautveränderung im Ganzen operativ entfernt werden.

Die lasertechnische Entfernung von "Muttermalen "(Naevuszellnaevi) ist gegen die Regeln der ärztlichen Kunst, da ggf. bösartig veränderte "Muttermale" (Melanome) nicht erkannt und nicht komplett entfernt werden. Hieraus kann in der Folge eine schwere, sogar tödliche Erkrankung entstehen.

Die Behandlung mit dem Erbium-Laser kann angewandt werden bei:

Wie funktioniert die Behandlung?

Der Erbium-Laser ist in der Lage, in Bruchteilen einer Sekunde die oberste Hautschicht zu verdampfen. Während die CO2-Laser auch trotz kurzer Impulszeiten aber immer noch eine thermische Randschädigung der behandelten Oberfläche mit Schrumpfungsphänomenen erkennen lassen, vermag seine Weiterentwicklung, der Erbium-Laser aufgrund seiner speziellen Wellenlänge Absorptionsmaximum des Gewebewassers) die Hautoberfläche ohne relevante thermische Begleitschäden abzutragen, weshalb er sich besonders zum kontrollierten, sanften mikrometergenauen, schonenden, Abtragen hauchdünner Hautschichten von ca. 40 um Gewebedicke (Mikrometer, entspricht 40 Tausendstel Millimeter) oder von Hautveränderungen eignet. Durch die sanfte, kalte Abtragung, ist das Narbenrisiko fast völlig ausgeschlossen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Im Vergleich zum früher verwendeten CO2-Laser ist die Behandlung mit dem Erbium-Laser wesentlich schmerzärmer. Auch die Heilung der behandelten Stelle geht wesentlich schneller vor sich. Kleine nadelstichartige Hitze-Impulse sind jedoch beim Lasern trotzdem zu spüren. In vielen Fällen genügt eine vorher aufgetragene örtliche Betäubungscreme, ggf. auch in Kombination mit einer kleinen örtlichen Betäubung. Sie müssen jedoch etwas Geduld haben, bis der Schorf an der behandelten Stelle abgefallen ist und die neue Haut darunter zum Vorschein kommt.

Was geschieht nach dem Lasern mit dem Erbium-Laser?

Die behandelte Stelle kann einige Tage leicht nässen und verschorft dann. Der Schorf fällt nach ca. 6-10 Tagen von selbst ab. Nach dem Eingriff wird die behandelte Partie noch für einige Zeit lang als Rötung sichtbar sein. Die behandelte Stellen sollten für einige Wochen nicht der hellen Sonne ausgesetzt werden bzw. es sollte eine gute Lichtschutzcreme aufgetragen werden.

Wie ist dazu im Vergleich die Behandlung mit dem milden Faltenlaser?

Hier kommt es im Gegensatz zur Behandlung mit dem Erbium-Laser zu keiner Abtragung der obersten Hautschicht, also auch zu keiner Schorfbildung o.ä. Sie können die Klinik in der Regel ohne jegliche sichtbare Spuren einer Behandlung verlassen. Andererseits ist diese Methode jedoch besser für kleinere bis mitteltiefe Falten geeignet. Ausserdem sind im Gegensatz zur Behandlung mit dem Erbium-Laser mehrere Sitzungen nötig, um ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Quellen: www.hautarztpraxis-dr-eichhorn.de und www.klinik-braun.de